Im Februar 1950 wurde die "Sportgemeinschaft Langendembach" umbenannt in "Sportgemeinschaft Orlatal", da sich die Mitglieder inzwischen aus den Gemeinden Langendembach, Kleindembach, Langenorla, Schweinitz, Rehmen, Kolba und Hummelshain zusammensetzten. Es gab zwei Herren und eine Jugendmannschaft beim Fußball, was aber nach wie vor fehlt, das ist ein geeigneter Fußballplatz. Trotz eifriger Bemühungen wollte es nicht gelingen, ein dafür geeignetes Stück Land zu erhalten, so daß die Mannschaften gezwungen waren,

ihre Spiele auf fremden Plätzen auszutragen. Dadurch konnten sich die Mannschaften auch nicht voll entwickeln. Gemeinderat und Bauern waren damals der Meinung, daß jedes Stückchen Land der Volksernährung dienen sollte und nicht für spielerische Zwecke entfremdet werden dürfte. Doch die Spieler gaben nicht auf. Sie machten ein für die Landwirtschaft weniger geeignetes Grundstück (sehr feucht - also saurer Boden) unterhalb der Gieke zwischen alter Orla und Bahnkörper gelegen ausfindig. Aber erst dem persönlichen Einsatz von Landrat Alfred Bochert ist es zu verdanken, daß dieses ideal gelegene Grundstück für den Aufbau eines Sportplatzes freigegeben wurde. Die beiden Eigentümer Ludwig Töpel und Gerhard Seiferth erhielten von der Gemeinde ein Stück Austauschland zur Nutzung. Mussten sie doch ihre Ablieferungspflicht gegenüber dem Staat erfüllen! Endlich konnte mit den Arbeiten zum Ausbau des Fußballplatzes begonnen werden. Dabei muss beachtet werden, daß der Sportgemeinschaft kaum finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Die Arbeiten mussten also von den Mitgliedern in freiwilliger und unbezahlter Arbeit verrichtet werden. Zuerst musste der Platz eingeebnet und, da er sehr nass war, Dränage verlegt werden. Auch wurden die nötigen Waggons Schlacke aus der Maxhütte auf dem Platz ausgebracht. Ein kleiner Hügel am oberen Ende des Sportplatzes musste abgetragen werden.

Waldbesitzer spendeten Stangenholz für den Bau der Barrieren. Sie wurden auf den Schultern zum Sportplatz getragen. Kanthölzer wurden von der Firma Krause (Kisten Krause) in Köstitz kostenlos zur Verfügung gestellt. In gleicher Weise bauten sie dem Sportverein ein Kassenhäuschen und brachten es per LKW zum Sportplatz. Die Netze für das Tor wurden aus "organisiertem" Maschendraht gefertigt. Insgesamt wurden von den Sportlern in wenigen Monaten mehr als 3000 freiwillige und unbezahlte Arbeitsstunden zum Aufbau des Platzes geleistet!

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