Unter dem Dach der SG "Orlatal" entwickelte sich neben dem Fußball noch weiterer Sportarten. So hatte bereits im Januar 1950 die Langendembacherin Valeria Maresch die SG "Orlatal" zu den Wintersportmeisterschaften des Landes Thüringen bekannt gemacht, in dem sie drei Meistertitel gewann:  

- den Abfahrtslauf in 3,23 Minuten,
- den Torlauf in 44,8 Sekunden,
- die alpine Kombination in 5,19 Minuten.

Im Januar und Februar 1951 war sie für die SG "Orlatal" in Lobenstein und Schierke ebenfalls erfolgreich. Diese Erfolge führten dazu, daß ab 1953 einige Jahre lang Orlatalmeisterschaften im Wintersport durchgeführt wurden. So gab es in Kleindembach eine Art Abfahrtslauf vom Lindig Richtung Ladeplatz. Die Kinder nannten die Strecke die Todesbahn. Im Lochgrund fand links des 1. Teiches ein Skispringen statt. Einer der damaligen Sieger war Karl-Ernst Süße.

In Langendembach fand ein Langlauf der Pioniere männlich (3 km) und weiblich (2 km) statt sowie ein Wettrodeln für Pioniere und Jugendliche. Organisiert wurden diese Veranstaltungen von Valeria Maresch. Der 'Vater' des Fußballs im Orlatal - Herbert Maresch mit Ehefrau ValeriaDie Sektion Tischtennis hatte sich unter der Leitung von Sportsfreund Schlechta (Langenorla) weiter gefestigt. Auch sie führten 1953 die ersten Orlatalmeisterschaften durch und holten sich den Kreismeistertitel der Herren- sowie der Jugendklasse. Am Ausscheid waren Mannschaften aus Pößneck, Neustadt, Ranis und Krölpa beteiligt.
Die Sektion Turnen übte zweimal wöchentlich unter der Leitung des Sportfreundes Paul Wimmler in Langendembach. Über viele Jahre betreute Paul Fischer in Langendembach die Kegler. Gekegelt wurde aus einer Freude an der Sache. Bis zum Umbau als Ferienlager wurde zuerst bei Stöckels gekegelt, dann bei Grießmanns.
Sportfreund Kurt Müller aus Kleindembach betreute über Jahre die Freunde des Schachspiels. Gerhard Berg und später Lehrer Albrecht leiteten das Damenhandballspiel. Auch wurde einige Zeit unter Anleitung des Sportfreundes Dittrich Leichtathletik betrieben. Ebenfalls wurde 1951 eine Sektion Boxen in der Chronik genannt.

Was hatten die Sportler der damaligen Zeit doch für einen ungeheuren Enthusiasmus! Ohne ihre großartige Einstellung zum Sport wäre kaum etwas geschaffen worden. Außer dem Beitragsaufkommen, das gewiss nur gering war, standen der Sportgemeinschaft kaum finanzielle Mittel zur Verfügung. Also versuchte man zu Einnahmen zu kommen, indem man Veranstaltungen organisierte. So brachten es die Sportsfreunde z.B. fertig, das beste Tanz- und Schauorchester Mitteldeutschlands, die Kapelle Erik Herse, mehrmals zum Tanz im Saal bei Grießmanns aufspielen zu lassen. Hasenbraten und Thüringer Klöße waren das Geheimrezept, welches diese Klasseformation nach Langendembach kommen ließ. Natürlich war der Saal jedes Mal brechend voll! Weitere Einnahmen ergaben sich aus Faschings- und Kirmesveranstaltungen, Hammelkegeln u.ä., so daß die Sportgemeinschaft über Jahre für Langendembach auch noch Träger der Kulturarbeit war.

Zum Seitenanfang