Zwar hatten die Arbeiter des Sägewerkes Langenorla eine schöne Eingangspforte für den Fußballplatz gebaut, doch ein Waschraum und Umkleidekabinen fehlten noch. Zum Waschen und Umkleiden ging es zu Eberhards Johanna zum "Gasthof an der Bahn". Hier war es Kurt Müller, der kostenlos warme Getränke, vorwiegend Tee, zur Verfügung stellte. Später geschah das Waschen und Umkleiden im "Goldenen Stern" unten, danach wurde hier Gas verkauft. Eisenharte Burschen wuschen sich gleich im Bach am Ende des Platzes. Jahre später wurde ein Brunnen gegraben und eine Pumpe aufgestellt, so daß der gröbste Schmutz am Platz entfernt werden konnte. Mit dem Aufstieg der 1. Mannschaft 1970/71 in die Bezirksklasse durften diese Spieler im Porzellanwerk duschen und sich umkleiden.

Da der Platz immer noch recht nass war, wurden entlang der alten Orla 320 m Dränagerohre verlegt und das Wasser in die Orla abgeleitet. Die Ausschachtungsarbeiten wurden von den Sportlern in freiwilliger und bezahlter Arbeit durchgeführt. Aber erst, als Jahre später die Mittelpfeiler des Wehres, welche früher das Wasser in den Orlagraben umleitete, abgerissen wurde, sank der Wasserspiegel der Orla in Höhe des Sportplatzes um 40 bis 50 cm. Von Stund an gab es weniger Probleme mit der Nässe.

Die alte Orla wurde im Laufe der nächsten Jahre mit Porzellanschutt aufgefüllt. Besonders viele Stunden dazu 1956 geleistet. Anschließend wurde Mutterboden aufgebracht und alles schön eingeebnet. Am unteren Ende des Platzes wurden Pappeln angepflanzt. Das Gelände zwischen Platz und Straße wurde mit Bänken versehen. Der Platz wurde mit 320 m Barrieren umgeben. Anschließend wurde ein massives Abortgebäude errichtet. Insgesamt wurden von den Sportlern nochmals 6000 Stunden für den weiteren Ausbau des Platzes geleistet.

Ja, in den 50er Jahren musste so manches Spiel wegen Unbespielbarkeit des Platzes ausfallen! Gab es 1949/50 noch viele warnende, spöttische und ablehnende Stimmen zum Fußballplatz, so änderte sich dies bald und die Spieler von "Orlatal" hatten schnell bei ihren Spielen eine begeisterte Zuschauerkulisse!

Der Abschlußbericht der I. Mannschaft weist für 1951 aus:
33 Spiele ausgetragen, 15 gewonnen, 3 unentschieden, 15 verloren. Die Spieler waren (in Klammern die Einsätze sowie erzielte Tore): R. Blumenstein (22), G. Berg (22), Taterra (31), Maresch (28/2), P. Müller (31/1), Schwabe (26/32), Machelett (29/18), Koschinsky (29/1), F. Eckardt (25), Hager (29/21), Pohl (25), K. Müller (16/1), Roth (17/3), Hempel (10/3), F. Wächter (5/1), H. Köchel (4), F. Seifert (3), Fiedler (3), P. Fischer (2), je einen Einsatz und kein Tor von: Wenkel, Helbig, Kasper, Pöhlmann, H. Krause, A. Ducke, Schleicher

Die Statistik 1952 zeigt von der I. Mannschaft folgendes Bild:
K. Müller (23), Taterra (28), Koschinsky (17/5), Maresch (26), P. Müller (18), Hager (30/23), Pohl (27/5), H. Köchel (21), Helbig (17), Machelett (15/5), Wächter (16), Kasper (11/5), R. Blumenstein (10/2), Planert (13), Herscher (13/7), Berg (6/4), Eckardt (7/1), Born (7/1), H. Krause (5), Swora (3/1), Seifert und Böttcher je (3), J. Klöpfel (2/1), Schwabe (12/4), Wenkel, Ducke, Triemer (2), P. Fischer, O. Grießmann, Bergner (1), Seidenpfad (4)

Die Statistik für 1953 zeigt:
K. Müller (36), Planert (16), Taterra (31/2), Maresch (26), H. Köchel (19), Hager (29/24), R. Pohl (18/4), Herscher (34/25), R. Machelett (23/5), Schwabe (20/4), Pavella (23), Schweinitz (29/4), Jahn (29), Koschinsky (27/2), Weiland (8), Krause (2), Schiller (16/4), Lang (6), je 4 Einsätze: Muth, Bayer, Wächter, Kiessen, Franke (2), je 1 Einsatz: 10 Spieler

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